Projekt

 

Zeitplan und Meilensteine

01.02.2009 – Projektstart

15.01.2010 – Finalisierung Detail-Engineering, Freigabe Speicherbau

01.07.2011 – Speichereinheit für Testbetrieb einsetzbar

31.01.2014 – Projektende

 

Gesamtprojektkosten

4,91 Mio €

 

Zusammenfassung

Gesamtziel des Vorhabens ist es, Lithium-Ionen-Batterien (LIB) für stationäre Elektrizitäts­speicher
zu realisieren. Diese Speicher sollen helfen, die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage von elek-
trischer Energie/Leistung zu schließen, und damit zukünftig einen signifikanten Beitrag zur Erhöhung
der Energieeffizienz zu leisten. Dazu muss die Sicherheit, Größe und die Leistungsfähigkeit von LIB
über den bisherigen Stand hinaus deutlich gesteigert werden. Gleichzeitig gilt es, die Realisierbarkeit
der Lithium-Ionen-Speicher für den Anwendungsbereich Netzstabilisierung, konkret im Bereich Primärregelenergiebereitstellung, nachzuweisen und als neue Technologie für den Energiemarkt, insbesondere bei zunehmenden Anteilen erneuerbarer Energien, verfügbar zu machen.

 

Ausgangspunkt

Verschiedene Elektrizitätsspeicher-Technologien sind bekannt, die jedoch zum Teil gravie­rende
Nachteile aufweisen. Lediglich Pumpspeicher finden bis heute eine breite Anwendung. Jedoch sind
sie geographisch bedingt in ihrer Kapazität begrenzt, außerdem in der Regel fern von Quellen (vor
allem Wind) realisiert. Deutliche Energieverluste müssen auch bei Druckluftspeichern in Kauf ge-
nommen werden. Bei der Rückverstromung (Entspannung) erfolgt eine starke Abkühlung der Luft,
die eine Zusatzfeuerung erforderlich macht, oder alternativ die Verwendung eines thermischen
Speichers, in dem die Wärme aus der Kompressionsphase gespeichert ist. Diese Transformationen
sind immer mit erheblichen Energieeffizienzeinbußen verbunden. Solche Speicher rechnen sich der-
zeit nur für sehr große Speicherkapazitäten.

 

Ohne Energieumwandlung gelingt die Speicherung elektrischer Energie nur in Batterien (Akku-
mulatoren). In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten hat sich fast nur die kosten­günstige
Bleitechnologie durchgesetzt, die aber ebenfalls eine Reihe von Nachteilen aufweist, hierunter
mangelnde Tiefentladungsmöglichkeit, hoher Wartungsaufwand, begrenzte Zyklendauer. Deutlich
verbesserte Zyklenstabilitäten weist die Nickel-Cadmium-Technologie auf, die sich aber wegen
des sehr hohen Platzbedarfes und der ebenfalls aufwändigen Wartung nicht großflächig durch-
setzen konnte.

 

Projektziele

Ziel des Projektes LESSY ist die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit zunächst eines 2 MW (Regelleistung +/-1 MW) Speichers auf Basis der LIT nachzuweisen. Hierzu soll ein neuartiger Speicher-prototyp erforscht und entwickelt werden, um die Einsatzbereitschaft zur Lieferung von Primärregel-
energie zu untersuchen, und ein Lastenheft für die Weiterentwicklung der verwendeten Materialien und Komponenten zu erarbeiten. Zur Begrenzung des finanziellen Risikos wurde die geplante Speichergröße gerade so groß gewählt, dass eine hinreichend aussagekräftige Untersuchung wesentlicher technischer
und insbesondere systemtechnischer Anforderungen vor allem mit Blick auf eine spätere Skalierbarkeit
auf größere Einheiten möglich ist.

 

 Projektkonsortium